Kartoffel

Pflanze: Solanum tuberosum L.
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Im Gepäck spanischer Eroberer reiste die Kartoffel Mitte des 16. Jahrhunderts aus den südamerikanischen Anden nach Europa ein und legte dort eine steile Karriere als Grundnahrungsmittel hin.  Wenig anspruchsvoll im Anbau und reichlich im Ertrag punktet die stärkereiche Knolle als vielfältiger, kalorienarmer und nachhaltiger Sattmacher. Die Kartoffel liefert zudem reichlich Vitalstoffe, vor allem viel Vitamin C, das beim Kochen erhalten bleibt.

Doch die Kartoffel ist auch eine wertvolle Heilpflanze. Der Frischpflanzen-Presssaft der rohen Knolle ist sehr basenreich und in der Lage überschüssige Magensäure zu neutralisieren. Er hilft bei Sodbrennen und leichten Magenschleimhautentzündungen. Gleichzeitig wirken die Inhaltsstoffe der Übersäuerung des Körpers entgegen, die sich zwischen den Organen, Geweben und Zellen manifestiert. Nebenwirkungen sind keine bekannt. Das macht Kartoffelsaft als Alternative zu synthetischen Arzneimitteln gegen Sodbrennen interessant, deren kontinuierliche Einnahme mit nicht unerheblichen Risiken verbunden ist.

Heiße Brust- und Halswickel oder kleine Säckchen mit dem Brei frisch gekochter Kartoffeln haben sich darüber hinaus traditionell bei Husten, Bronchialkatarrhen und entzündlichen Ohren bewährt. Die feuchte Wärme hält lang, dringt tief ins Gewebe ein, lindert Schmerzen, entspannt und wirkt leicht antientzündlich und schleimlösend.

Beschreibung

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) gehört, wie die Tomate und die Paprika, zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Im Frühjahr treibt sie aus ihren überwinterten Speicherknollen zu einer einjährigen, etwa einen Meter hohen Staude aus. Sie erblüht mit Dolden aus glockenförmigen weißen bis rosa-lila Blüten. Ihre großen, bis zu 30 cm langen Blätter sicherten der Kartoffel, als exotisches Gewächs, in vielen Fürstengärten einen Logenplatz.

Kartoffel sind Sprossknollen, sie wachsen als Verdickung unterirdischer Sprossteile und dienen der Pflanze als Nährstoffspeicher und Überwinterungsorgan und ermöglichen es ihr sich auch ungeschlechtlich zu vermehren. Eine Mutterknolle kann pro Jahr 15-25 neue Knollen hervorbringen, was landwirtschaftlich genutzt wird (Steckkartoffeln).


Herkunft

Ursprünglich ist die Kartoffel in den Anden Südamerikas beheimatet. Inzwischen wird sie weltweit als Nahrungsmittel angebaut. Friedrich II. von Preußen soll ihren Anbau nach einer Hungersnot per Dekret 1775 großflächig in Preußen eingeführt haben.


Hinweis

Entgegen der landläufigen Meinung sind rohe Kartoffeln nicht giftig, jedoch enthalten ausgetriebene Keime und grüne Stellen der Kartoffel das Nervengift Solanin. In großen Mengen kann es Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen verursachen. Für die Zubereitung grüne Stellen daher großzügig wegschneiden.

Vom Feld in die Flasche

Naturreiner Pflanzensaft Kartoffel gehört zum festen Sortiment der Schoenenberger Heilpflanzensäfte. Der reine Presssaft wird aus frischen Kartoffeln gewonnen, die ausschließlich aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Er bietet den gesamten Komplex an wirksamen Inhaltsstoffen der Knolle, ohne Zusatz von Zucker, Alkohol und Konservierungsmitteln. Durch völlig natürliche Vorgänge können sich im Kartoffel-Frischpflanzen-Presssaft Ausflockungen bilden, die die Qualität jedoch in keiner Weise beeinträchtigen. Diese Stoffe lassen sich vor Gebrauch aufschütteln.

Vom Feld in die Flasche

Kartoffelsaft hilft natürlich bei Sodbrennen

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