Aktuelles

Schoenenberger setzt sich für Artenvielfalt ein

Das Volksbegehren ist gestartet!

Die Zeit drängt: Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögeln und Wildkräutern ist im Ländle alarmierend. Die Hälfte der Wildbienenarten ist gefährdet, am Bodensee sind seit 1980 25 Prozent aller Vögel verschwunden und landesweit sinkt die Masse an Insekten um dramatische Werte. Da die Politik diese Bedrohung nicht verbindlich bekämpfen will machen die BürgerInnen eben selbst Politik - und bringen einen Gesetzentwurf ein, der Artenvielfalt schützt und Agrarwende vorantreibt.

Breites Bündnis für das Volksbegehren

Volksbegehren Artenschutz ist eine Initiative der proBiene – Freies Institut für ökologische Bienenhaltung und wird getragen von proBiene, BUND BW, NABU BW, ÖDP BW, Slow Food Deutschland, Demeter BW, Naturland BW, AbL BW, Fridays for Future BW, Bäuerlicher Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall, Bodan, Naturata, GLS-Bank und Waschbär.

Darüber hinaus gibt es einen großen Kreis an über 100 Verbänden, Unternehmen und Organisationen, die ebenfalls hinter den Forderungen stehen. Eingeladen zur Mitwirkung sind Bürgerinnen und Bürger, Landwirte, Verbände, Unternehmen und weitere Einrichtungen.

                          

Volksbegehren startete am 24. September

Der Zulassungsantrag für das Volksbegehren wurde im Juli zusammen mit 35.865 Unterschriften (mehr als das Dreifache wie gefordert!) beim Innenministerium eingereicht. Am 14. August 2019 wurde die Genehmigung des Antrages und der Starttermin für das Volksbegehrens mitgeteilt:

Am 24. September startete die freie Unterschriftensammlung!

Ab dem Start des Volksbegehrens sind 6 Monate Zeit, also bis zum 23. März 2020, Zeit Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten im Ländle (ca. 770.000) zu sammeln. Persönliche Voraussetzungen, um am Volksbegehren teilnehmen zu können, sind:

  • Volljährigkeit
  • Deutsche Staatsangehörigkeit
  • Seit mind. 3 Monaten in Baden-Württemberg wohnhaft/gemeldet

Für die Sammlung der Unterschriften gibt es zwei Möglichkeit:

Freie Sammlung: Ausdruck, Ausfüllen und unterzeichnen des Unterschriftenformblattes, welches hier zum Download zur Verfügung steht. Dieses ist beim lokalen Wahlbüro abzugeben. Diese Variante ist im gesamten Zeitraum der Unterschriftensammlung möglich (24. September 2019 bis 23. März 2020).

Amtliche Sammlung: Vom 18. Oktober 2019 bis zum 17. Januar 2020 können Unterschriften zusätzlich in allen Rathäusern des Landes abgegeben werden. 

Mehr Infos zum Volksbegehren finden Sie unter www.volksbegehren-artenschutz.de

Schoenenberger lädt Menschen mit Behinderung ein

Von der Blüte zum fertigen Öl: Menschen mit Behinderung stellen Johanniskrautöl her

Acht Menschen mit Behinderung lernten die Herstellung von Johanniskrautöl kennen. Vom Sammeln der Blüten, über das Verkleinern bis hin zum Ansetzen des Öls konnten sie alle Schritte der Herstellung selbst durchführen. Der Nachbar der Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten GWW in Magstadt, das Pflanzensaftwerk Schoenenberger lud zu dieser Aktion ein.

Die ersten Felder Johanniskraut waren bereits geerntet, als die kleine Gruppe sich auf den Weg macht, die gelben Blüten des Johanniskrauts zu sammeln. Wie der Name schon sagt, blüht die Pflanze Ende Juni um den
Johannistag herum. So war Anfang Juli nur noch ein Feld in voller Blüte. Gemeinsam ernten die vier Teilnehmer des Förder- und Betreuungsbereichs der GWW Sindelfingen mit den vier Teilnehmern des Berufsbildungsbereichs der GWW aus Magstadt die kleinen gelben Blüten und Knospen. Die Diplom-Biologin Andrea Frank-Bühler erklärt dabei allerlei Wissenswertes zur Pflanze und zur Verarbeitung. „Es ist uns bei Schoenenberger ein großes Anliegen, interessierten Gruppen die Verwendung der Schätze der Natur nahezubringen“, erläutert die Biobeauftragte des Unternehmens. Bereits zum fünften Mal lud das Unternehmen die Nachbarn im Rahmen der Nachhaltigkeitstage zu einer gemeinsamen Aktion ein. „In diesem Jahr sind wir etwas später dran, aber die Blüte des Johanniskrauts richtet sich einfach nicht nach der terminlichen Planung der Nachhaltigkeitstage“, lacht die Biologin. Zwei Kartons sind mit den leuchtend gelben Blüten gefüllt.

 

Zurück im Pflanzensaftwerk trennen die Teilnehmer sorgfältig die Blüten und Knospen von den Stängeln. Alle, die sich dabei keine Handschuhe angezogen haben, schauen erstaunt auf ihre Finger:
Beim Zerreiben der gelben Blüten entsteht ein dunkelroter Saft mit hoher Färbekraft. Eifrig werden die Blüten in einem Mörser zerstampft, bis sich die rote Färbung deutlich durchsetzt. Anschließend wird der Brei mit Mandelöl angesetzt. Dort darf es nun noch zwei Wochen ziehen, bis sich das gelbe Öl intensiv rot färbt. „Das Öl lässt sich anschließend prima verwenden, zum Beispiel zur Behandlung von kleinen Narben oder bei Sonnenbrand“, erklärt Frank-Bühler. Teilnehmer sind wie immer aufmerksam bei der Sache. Traditionell gehört zu diesen Aktionen eine anschließende Verkostung verschiedener Heilpflanzensäfte. „Bei diesen Projekten werden immer alle Sinne angesprochen. Auch wenn manche Säfte etwas komisch schmecken, ist es allemal ein Erlebnis“, meint Steffen Müller, Pressesprecher der GWW. „Anschließend haben die Teilnehmer viel zu berichten. Manche sind schon seit Anfang an dabei und freuen sich immer schon gespannt auf das nächste Jahr.“

Nachhaltigkeitstage 2019: Naturerlebnis für Schüler und Erwachsene

Im vergangenen Jahr ist Schoenenberger der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) des Landes Baden-Württemberg beigetreten. In vielen Initiativen setzt sich das Pflanzensaftwerk dafür ein, dass das alte Kräuterwissen nicht verloren geht und dass das Bewusstsein für eine intakte Natur gefördert wird. So auch im Rahmen des lokalen WIN-Projekts. Hier engagiert sich Schoenenberger seit 2018 als Bildungspartner der örtlichen Johannes-Kepler-Gemeinschaftsschule und führt in diesem Rahmen Aktionen mit den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassenstufe durch.

Die Gruppe Lokale Agenda 21 Magstadt unterstützt dies tatkräftig. Den Ehrenamtlichen ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Anreize bekommen, um draußen zu sein. Zudem leistet dieser Schultag im Freien einen guten Beitrag zur Integration für Kinder von Geflüchteten z.B. aus Pakistan und Syrien. Für diese Kinder ist es besonders wichtig, auch die hiesige Natur und Pflanzen kennenzulernen. Deshalb hatten sich am 3. Juni insgesamt 8 engagierte Mitglieder der Agenda-Gruppe zu der Aktion dazu gesellt.

 

Outdoor-Aktion als Schultag

Für die Kinder und deren Lehrerinnen war dieser Outdoor-Schultag eine willkommene Abwechslung zum Alltag im Klassenzimmer. Mit viel guter Laune machten sich die 33 Schüler der Johannes Kepler Gemeinschaftsschule Magstadt in Begleitung der Aktiven der Lokalen Agenda bei bestem Wetter auf den Weg zum Magstadter Wald. Am Naturerlebnispfad erwartete sie Dipl.-Biologin Andrea Frank-Bühler von Schoenenberger. Wie aus aromatischen Kräutern, wie z.B. Thymian, ein leckeres Kräuteröl wird, durften die jungen Naturforscher selbst ausprobieren. Im Anschluss gab’s Unterricht am lebenden Objekt. Welche Rolle Wildkräuter wie z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich und Brennnessel in der Natur spielen und welche Wirkungen sie als Heilkräuter besitzen wurde mit offenen Ohren und unter reger Beteiligung verfolgt.

In kleinen Grüppchen suchten die jungen Leute im Anschluss heimische Kräuter in der Landschaft. Dies bedeutete besonderen Einsatz der Helfer der Lokalen Agenda, die beim Markieren der natürlichen Standorte mit Infotafeln behilflich waren.

Mit viel Motivation für neue Taten nahmen die Schülerinnen und Schüler am Ende die Samentütchen für Wildblumen mit nach Hause. Auf dem Naturerlebnispfad gibt es noch viel zu entdecken und das kann ansteckend sein!

Ersten WIN Charta Nachhaltigkeitsbericht

Zeitgleich veröffentlichte Schoenenberger seinen ersten WIN Charta Nachhaltigkeitsbericht. Hier wird gezeigt, wie Nachhaltigkeit im Unternehmen gelebt wird und die Leitsätze der WIN Charta verwirklicht werden. 

Schoenenberger tritt der Landesinitiative für nachhaltiges Wirtschaften bei

Dr. Thilo Haßler, Prokurist bei Schoenenberger, unterzeichnet die WIN-Charta im Beisein von Umweltminister Franz Untersteller

Schoenenberger besiegelt weiteres Engagement für nachhaltiges Wirtschaften

Das Pflanzensaftwerk Schoenenberger ist neues Mitglied der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Baden-Württemberg - WIN. Im Beisein von Umweltminister Franz Untersteller unterzeichnete Dr. Thilo Haßler, Prokurist und wissenschaftlicher Leiter im Pflanzensaftwerk Schoenenberger auf der Messe Stuttgart die Beitrittserklärung des Magstadter Unternehmens zum Nachhaltigkeitsnetzwerk Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit.

Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta bekennt sich der Naturarznei- und Naturkosmetikhersteller zu den in der Charta formulierten Leitsätzen für eine nachhaltige Unternehmensführung.

„Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit bietet eine Plattform für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und für die Identifikation mit der Region“, so Minister Untersteller in seiner Ansprache an die unterzeichnenden Unternehmen. Schoenenberger ist durch Maßnahmen zur Energieeinsparung, Photovoltaik und Förderung des regionalen Bioanbaus bereits Vorreiter in Sachen Umweltschutz und nachhaltiger Unternehmensführung. 2016 wurde das Magstadter Unternehmen mit dem Umweltpreis des Landes für Unternehmen ausgezeichnet.

Über zwölf Leitsätze der WIN-Charta verpflichten sich Unternehmen zu Grundwerten des nachhaltigen Wirtschaftens. Dabei geht es beispielsweise um die Steigerung der Ressourceneffizienz und die Verringerung der Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen. Hier gilt Schoenenberger ebenso wie beim Einsatz erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz bereits als vorbildlich.

 

Dr. Thilo Haßler und Minister Franz Untersteller mit der WIN-Charta

Ökosystemleistungen als Mehrwert für die Region

Unternehmen werden durch die Leitsätze der WIN-Charta angehalten, für die Region in der produziert wird, einen Mehrwert zu generieren. Auch soziale Aspekte, beispielsweise die Förderung des Wohlbefindens der Mitarbeiter, spielen bei der WIN-Charta eine Rolle.

Schoenenberger leistet bereits seit 90 Jahren wichtige gesellschaftliche Beiträge in der Region. Einerseits bietet der Naturarzneihersteller sichere Arbeitsplätze, andererseits schafft man ökologischen Mehrwert in der dicht besiedelten Region. Denn die Ökosystemleistungen, die der vielfältige Bioanbau von Arzneipflanzen „nebenbei“ erwirtschaftet, dienen insbesondere zur Förderung der Biologischen Vielfalt.

Bei der Herstellung der meisten Frischpflanzensäfte gilt bei Schoenenberger der Grundsatz „vom Feld in die Flasche in wenigen Stunden“. Die Transportwege von den Feldern in der direkten Umgebung sind kurz und sparen Ressourcen.

Schoenenberger wird nach dem Beitritt zur Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit binnen drei Monaten das Zielkonzept zur WIN-Charta sowie ein lokales Projekt zu Heilkräutern und Naturschutz vorstellen.

 

Andrea Frank-Bühler und Cassandra Wood (Team Schoenenberger), Peter Wüstner (Umweltministerium), Dr. Thilo Haßler

Hintergrund: 150 Unternehmen haben die WIN-Charta Baden-Württemberg bislang unterzeichnet. Mit dabei sind auch die AOK Baden-Württemberg, Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH, fischerwerke GmbH & Co. KG, aber auch große Unternehmen wie die EnBW AG oder die Daimler AG. Auch bundesweit und in den angrenzenden Staaten findet die WIN-Charta laut Umweltministerium große Beachtung. Laut der Mittelstandsstudie von Ernst & Young bewerten 79 Prozent der Unternehmen des deutschen Mittelstands bewerten das Thema Nachhaltigkeit ‚sehr wichtig‘ oder ‚wichtig‘.

Schritt für Schritt in Richtung nachhaltige Unternehmensführung. Seit 90 Jahren engagiert sich Schoenenberger für eine ressourcenschonende, nachhaltige Produktion von Naturarznei. Seit 2018 unter dem Siegel der „WIN-Charta“.

 

Sehen Sie sich die WIN-Charta Urkunde der Walther Schoenenberger GmbH und Co. KG HIER an. 

Das Zielkonzept des Unternehmens (pdf)

Natürlich berichtet über Tag der offenen Tür

12.10.2017 - Den Tag der offenen Tür im Schoenenberger Pflanzensaftwerk in Magstadt besuchte dieses Jahr auch das Magazin "natürlich". Zum Nachlesen und für alle, die es dieses Jahr leider nicht geschafft haben, gibt es nun eine ausführliche Reportage im aktuellen Heft. 

Das natürlich-Magazin liegt in Reformhäusern aus. Sie können den Artikel auch online lesen auf www.natürlich-magazin.de.

Landrat Roland Bernhard informiert sich im Pflanzensaftwerk

Als Zeichen der „gelebten Nachhaltigkeit“ übergeben Mitarbeiter von Schoenenberger an Landrat Bernhard zwei mit Pflanztröge mit Heilpflanzen, die von Mitarbeitern der GWW aus ehemaligen Einweg-Paletten hergestellt wurden. Foto U. Ostarhild

Anerkennung für die gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmen

Beim Rundgang durch die Produktionshallen machte sich Landrat Bernhard einen Eindruck von der „Just in-Time“-Produktion im Pflanzensaftwerk. Denn hier müssen nicht nur die technischen Produktionsabläufe stimmen, sondern auch die hohe Qualität der frischen Heilpflanzen, die innerhalb von 2 Stunden nach der Ernte verarbeitet werden. Anerkennend äußerte sich der Kreis-Chef zum hohen Umweltengagement von Schoenenberger. 2016 hatte Schoenenberger den Umweltpreis des Landes für Unternehmen von Umweltminister Franz Untersteller erhalten.

Anschließend wurden einige Themen diskutiert, die Schoenenberger unter den Nägeln brennen. Zum Beispiel die Situation, dass Schoenenberger durch Siedlungsbau und Straßenbau Anbauflächen verloren gegangen sind und künftig noch verlorengehen. Roland Bernhard nimmt diese Bedenken gerne mit ins Landratsamt. Für ihn gilt es, die knappen Freiflächen im verdichteten Landkreis Böblingen ökologisch optimal zu nutzen. Der ökologische Anbau von Heilpflanzen trägt einen guten Teil zum Erhalt und Förderung der Biologischen Vielfalt im Landkreis bei. Da leiste Schoenenberger mit dem Anbau von Biokräutern auf rund 100 Hektar einen vorbildlichen Beitrag, so Landrat Bernhard, der selbst aus der Landwirtschaft stammt.

Der Landrat hat ein offenes Ohr für die Themen von Schoenenberger

Ein weiteres Thema für den Heilpflanzenanbau in der Region ist, dass der Klimawandel auch vor den Bio-Feldern nicht Halt macht. Man brauche Lösungen zur Bewässerung, sagte der wissenschaftliche Leiter Dr. Thilo Haßler und bat um weitere Gespräche diesbezüglich.

Der Landrat regte an, in die Geschenkkörbe des Landkreises künftig neben Heckengäu-Linsen, der klassischen „Ritter Sport“ oder dem „401er“-Stäffeles-Wein künftig auch die gesunden Produkte von Schoenenberger aufzunehmen. Beim Blick in das Regal mit allen Schoenenberger Pflanzensäften entschied sich Roland Bernhard für eine Flasche Schoenenberger Baldrian-Presssaft. Um nach dem Urlaub mit Ruhe und Gelassenheit an die Arbeit gehen zu können.

 

 

Tag der offenen Tür sorgt wieder für großes Interesse

Ein Highlight im Programm waren die naturheilkundlichen Vorträge von Peter Emmrich. Der ausgewiesene Experte der Pflanzenheilkunde, traf am Samstag auf sehr interessierte Zuhörer. Jeweils über 200 interessierte Zuhörer folgten den Ausführungen des Naturarztes. Emmrich praktiziert in Pforzheim als Facharzt für Allgemeinmedizin und kann über eine ganze Reihe von Anwendungsbeobachtungen berichten. Dieses Jahr sprach Emmrich zu den Themen „Vital und ausgeglichen durch den Alltag“ sowie „Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen“ und ging auf die vielen Fragen der Zuhörer ein.

Dr. Florian Block, Geschäftsführer von Schoenenberger, teilt die Begeisterung der Besucher. „Ich bin überwältigt, wie viele Menschen auch dieses Jahr den Weg zu Schoenenberger finden, die Produkte testen und sich für die Phytomedizin, gesunde Lebensmittel und Naturkosmetika interessieren“, so Block über den regen Andrang in den Werkshallen.

Neben Verkostungen, Beratungen zu den Pflanzensäften, zu den Bio-Lebensmitteln von Hensel und den natürlichen Kosmetikprodukten wurden auch die Führungen durch die Labors und die Produktionshalle der Heilpflanzensäfte wie in den vergangenen Jahren wieder sehr gut angenommen. Anschließend konnten sich die Besucher an der „gesunden“ Cocktail-Bar erfrischen und mit einem Stück Kuchen stärken. Dieses Jahr hatten die Frauen und Männer vom Magstadter Musikverein über 200 ganze Kuchen gebacken – und locker unter die Besucher gebracht.

 

Wildbienen im Kräutergarten

Gemeinsam Hand anlegen. Hier werden Bambusstängel in das Holzgestell eingemauert.

Schoenenberger und die GWW helfen der blühenden Vielfalt in der Natur.

Wildbienen brummen und summen meistens ganz gemütlich in der Gegend herum. Leider finden sie immer weniger Plätze zum Nisten. Auch die Nahrung, also Pollen und Pflanzenteile an den Feldrändern und in den Gärten werden weniger. Auf vielen Wiesen wächst nur noch grünes Gras und keine blühenden Kräuter mehr. Deshalb haben Mitarbeiter der Firma Schoenenberger in Magstadt ein Wildbienenhaus im Kräutergarten aufgestellt. Zusammen mit den Nachbarn von der GWW. GWW ist die Abkürzung für Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten.

 

 

„Keine Angst! Wildbienen werden keine wildgewordenen Bienenschwärme“ sagt Andrea Frank-Bühler. Andrea Frank-Bühler arbeitet bei Schoenenberger. Sie ist Biologin und kennt sich mit Insekten aus.

Zu den Insekten, die ein neues Zuhause finden sollen, gehören auch Löcherbienen und Mauerbienen. „Wildbienen sind meistens allein unterwegs und bilden keine Schwärme. Sie tun den Menschen nichts“, sagt die Biologin. Deshalb braucht man keine Angst zu haben vor Stichen.

Die Mitarbeiter des Berufsbildungswerks der GWW hatten zuvor einen stabilen Rahmen aus Holz gebaut. Hohle Stängel wurden zurecht gesägt und in Bündel gepackt. 

 

„Die Stängel müssen innen ganz glatt sein und dürfen keine Risse haben. Sonst verletzten sich die Wildbienen und die Flügel brechen ab“, sagt Matthias Weißer von der GWW.

 

In Holzblöcke wurden Löcher gebohrt als Nistplätze. Die Insekten krabbeln in die Löcher und legen dort ihre Eier ab.

Im nächsten Frühling sollen dann die jungen Insekten aus den hohlen Stängeln und Holzklötzen rauskrabbeln. Sie fliegen dann zu den blühenden Kräutern und Bäumen in der Nähe, sammeln den Pollen und befruchten dabei die Blüten. Nur wenn die Blüte befruchtet ist, kann eine Frucht daraus wachsen.

Nun sind alle gespannt, ob die Insekten sich wohlfühlen im neuen Zuhause, dem Wildbienenhaus im Kräutergarten.

 

 

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